Montag, 22.09.2014
Ich stehe um 7.00 Uhr auf, dusche und mache mich präsentabel, dann wecke ich Steffen und gehe los mein Frühstück zusammenzustellen.
Um 8.45 Uhr stehen wir vor dem Ambassador Theater für den Rush, sind aber die einzigen. Das ist ungewöhnlich. Die Internetrecherche bringt kein eindeutiges Ergebnis. Schließlich betritt ein Mitarbeiter das Theater und bestätigt den auf der TKTS Webseite aufgeführten Rush Sale. Uff, alles gut. Um 10.00 Uhr (die Schlange ist inzwischen deutlich länger geworden) können wir zwei Tickets für das Musical "Chicago" für je $37 erstehen. Jetzt nichts wie los Richtung
Governors Island. Die kleine Insel ist ein ehemaliger Militärstandort direkt vor Manhattan. Die Insel ist jetzt unbewohnt, obwohl es dort viele Kasernen und hübsche Offiziersunterkünfte gibt.
Auch eine öffentliche
Schule mit maritimem Schwerpunkt gibt es dort seit 2003, die Schüler fahren morgens mit der Fähre hin und nachmittags zurück. Langsam wird die Insel auch für Touristen interessant. Ein Park wird dort angelegt und in der Saison finden viele Kunstprojekte statt.
Wir erwischen noch die 11.00 Uhr Fähre für günstige $2 pro Person hin und zurück. Weil wir früh dran sind können wir noch das "Early Bird" Angebot des Fahrradverleihs in Anspruch nehmen und für eine Stunde kostenlose Leihfahrräder bekommen.
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| Der Fähranleger. |
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| Eine der Kunstskulpturen auf Governors Island. |
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| Man hat einen guten Blick auf die Freiheitsstatue... |
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| ... und die Südspitze von Manhattan. |
Hier ist es sehr schön und könnte auch ruhig sein, aber Obama ist in der Stadt und über uns stehen die ganze Zeit drei Helikopter auf Beobachtungsposten in der Luft. Das vermiest uns ein wenig den weiteren Aufenthalt. Außerdem ist das Mittagessenangebot nicht vielversprechend, das volle Programm gibt es wohl nur am Wochenende. Einige Teile der Insel sind auch nicht zugänglich, dort werden die Parkanlagen erst noch angelegt.
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| Heute sind nicht nur die Touristen-Helikopter in der Luft, die hier vom Heliport starten. |
Wir fahren mit der 12.30 Uhr Fähre zurück nach Manhattan und laufen Richtung Wallstreet. In der Water Street sehen wir einige Food Trucks. Steffen entscheidet sich für ein Philly Cheesesteak Sandwich mit Pommes und Cola für $12, ich nehme einen Falafelteller mit Salat, Humus, Auberginenmus und einer Flasche Wasser für $6. Eine sehr gute Wahl, aber auf die scharfe rote Soße verzichte ich lieber. Allerdings weht mir ständig der Salat von der Gabel, da es heute recht windig ist.
Food Trucks sind auch in Manhattan angesagt. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliches Fast Food, sondern um Gourmet-Fast-Food aus allen Teilen der Erde, um fantasievolle Konkurrenz für McDonald’s und Starbucks und die zahlreichen Hot Dog und Pretzel Carts, die seit Jahrzehnten zum Straßenbild von Manhattan gehören. Im Finanzviertel stehen besonders viele Food Trucks. Um einen rollenden Imbiss zu betreiben, braucht man eine von 2800 verfügbaren "Mobile Food Vendor Permits" für New York. Allerdings sind die Permits nur auf dem Schwarzmarkt zu bekommen und kosten dort um die zehntausend Dollar. Behauptet zumindest der Reiseführer.
Nach dem Essen laufen wir weiter zum South Street Seaport. Doch der ist geschlossen und wird umgebaut. Aber dafür gibt es einen neuen Pier. Auf dem Dach einer Reederei wurde ein großes Sonnendeck gebaut, auf dem viel los ist. Wir müssen etwas warten, aber dann werden zwei Liegestühle frei und wir machen ein Päuschen. In der Nähe stehen drei Pferdeanhänger der berittenen Polizei. Nicht nur die Helis passen auf Obama auf.
Ausgeruht machen wir uns wieder auf den Weg. Wir laufen über den Washington Square Park weiter zum Union Square und bummeln dort über den Farmers Market. Wieder ist das Angebot sehr verführerisch und ich kaufe mir einen leckeren Fruchtsaft. An der Ecke warten Schachspieler auf Mitspieler (oder Opfer?). Wir vermuten, daß um Geld gespielt wird, sonst könnten sie ja auch gegeneinander spielen. Da wir in der Nähe der 16. Straße sind besuchen wir noch einige Papeterien, aber diesmal werde ich nicht fündig.
Später kommen wir dann auch an der New Yorker "Eataly" vorbei. Wir schauen uns auch hier alles an, kaufen aber nur ein "Glas" (das in den USA aus Plastik ist) Nutella für Steffens Frühstück, denn es gibt eine
Nutella-Bar, in der man neben diversen mit Nutella zubereiteten Speisen (Creps etc.) auch Nutella bekommen kann und zwar für New Yorker Verhältnisse relativ günstig (d.h. "nur" $3,80 statt über $5 für das kleine Glas).
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| Im Washington Square Park |
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| Auf dem Weg sehen wir einige Wahrzeichen von New York... |
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| ... die von der Abendsonne schön beleuchtet werden. |
Jetzt geht es auf zum Times Square. Dort wird auf vielen der LED Leinwände der Eröffnungsabend der Metropolitan Opera übertragen. Mozart, "Le nozze di Figaro", zu deutsch "Figaros Hochzeit". Es wurde eine Vielzahl von Lautsprechern aufgestellt, daher ist die Übertragung erstaunlich gut, trotz des trubeligen Platzes. Wir bleiben so lange wie möglich auf der roten Treppe sitzen, dann flitzen wir ins Theater.
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| Auf der Treppe über der TKTS Bude lauschen wir... |
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| ... der Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera. |
"Chicago"! Wir haben dieses Musical zwar hier schon einmal live gesehen, aber es ist immer ein Knaller und passt dieses mal ja auch thematisch gut. Die meisten Musicaltheater hier haben Montags spielfrei, daher mangelte es auch an Alternativen. Nach der Show kaufen wir noch Brot und Wasser im "Food Emporium" in der 8. Avenue und sind um 23.30 Uhr endlich im Bett.