New York

Donnerstag, 25.09.2014

Heute ist wieder Rush Tag. Also das frühe Programm. Leider regnet es. Um 9.15 Uhr stehen wir in der Schlange vor "Beautiful: The Carole King Musical". Die Warteschlange ist relativ kurz. Aber als um 10.00 Uhr der Kartenschalter öffnet gibt es unerfreuliche Nachrichten: "no rush tickets today, only standing room". Einige vor uns verlassen sofort die Schlange weil sie keine Lust auf Stehplätze haben, aber als wir an der Reihe sind ist trotzdem nur noch ein einzelnes Ticket übrig. Das hilft uns nicht weiter. Wir laufen 10 Blocks zum Theater von "Jersey Boys". Hier bekommen wir doch tatsächlich über Steffens Studentenausweis zwei Studenten Rush Tickets für je $27. Wir haben wieder Tickets mit eingeschränkter Sicht, diesmal in einer der letzten Reihen im Parkett. Der Balkon über uns wird uns ab und zu einen Kopf vorenthalten, wenn ein Schauspieler auf der oberen Ebene der Bühnenkonstruktion steht, aber sonst können wir prima sehen.

Es regnet immer noch, aber heute sind die Squirrel dran. Wir laufen deshalb zum Central Park. Unterwegs kommen wir am Ed Sullivan Theater vorbei, in dem die "David Letterman Show" aufgezeichnet wird, und werden angesprochen ob wir an der Lotterie für die Show teilnehmen möchten. Na klar. Es werden heute gleich zwei Shows aufgezeichnet, wir füllen aber nur das Formular für die erste Show um 13.30 Uhr aus, da die zweite mit unserem Musical Termin kollidiert. Die Tickets sind kostenlos. Im Gewinnfall werden wir um 12.00 Uhr angerufen, damit wir rechtzeitig wieder hier sein können. Leider wird unser Telefon nicht klingeln, wieder eine Lotterie bei der wir kein Glück haben.

Wir füttern im strömenden Regen ein paar versprengte Hörnchen, aber die Nachfrage ist recht schleppend. Nach einiger Zeit verläßt uns die Lust. Im Apple Store am Central Park wärmen wir uns wieder auf. Am Eingang gibt es Regenschirm Kondome, damit die Kunden mit den tropfenden Schirmen nicht den ganzen Laden unter Wasser setzen. Weiter geht es nach nebenan zum FAO Schwarz Flagshipstore, dem ältesten Spielzeugladen der USA. Wir bestaunen, was es alles neues für kleine und große Kinder gibt. Steffen ist wieder ein Zuschauer bei den Zaubertricks und ein neugieriger Ausprobierer von technischem Spielzeug.

Nach dem inzwischen unerläßlichen Besuch der Kundentoilette laufen wir die 5th Avenue hinunter und shoppen ein wenig. Im "Europa Café" essen wir zu Mittag. Dort gibt es für Steffen endlich mal eine ordentliche Pasta zum günstigen Preis, die ähnlich wie in einem "Vapiano" vor einem frisch zubereitet wird. Danach zieht es ihn wieder magisch in die Süßwarengeschäfte, wo nur Schokolade und Pralinen angeboten werden. Die Produkte werden präsentiert wie edler Schmuck. Und so sind auch die Preise. Für eine einzelne in Schokolade getauchte und nett verzierte große Erdbeere möchte man hier $7 haben. Die Steuer kommt natürlich noch dazu. Da klingen die $12 für eine kleine Tüte mit mehreren (dafür aber auch kleineren) Schokoerdbeeren schon fast günstig. Aber auch nur fast, wir belassen es beim Schauen. Ab und zu haben wir Glück und uns wird ein "free sample" angeboten. Schokolade und Praline sind okay, aber überwältigend finden wir sie nicht. Vielleicht muß man da mit amerikanischen Süßigkeiten aufgewachsen sein.

Gegen 16.15 Uhr machen wir eine Pause im Starbucks. Wir müssen mal sitzen und uns aufwärmen. Im Starbucks wird mein Name kommentarlos entgegen genommen. Na, da bin ich mal gespannt. Auf meinen Cappuccino Becher lese ich dann später "Hiker", also "Wanderer". Wie treffend.

Bevor um 19.00 Uhr das Musical "Jersey Boys" (die Geschichte der Musikgruppe "The Four Seasons") beginnt, bestellen wir uns im Five Guys wie gewohnt einen Burger für Steffen und eine größere Pommes für uns beide. Auch das Getränk teilen wir uns. Leider ist dieses Restaurant noch nicht auf die moderne Getränkemaschine umgerüstet, so daß ich keine weiteren Geschmacks-Experimente mehr machen kann.